cannes - die andere seite

die filmfestspiele von cannes sind eine recht glamouröse angelegenheit: stars prominieren am roten teppich im blitzlichtgewitter und tausende cinemaphile geben sich den genuss neuester filmproduktionen. nachdem das ganze bereits zum 61. mal stattfindet, möchte man/frau meinen, dass die organisation eigentlich klappen sollte. aber, nach guter französischer (?) tradition ist dem nicht ganz so.
es fängt bereits mit dem problem an, eine übersicht aller filme habhaft zu werden, die tagsüber gespielt werden. es kursieren mehrere unterschiedliche zeitschriften und flyer, aus denen man/frau das gesamtprogramm zusammensetzen kann. info ständer? fehlanzeige. eine liste, mit den adressen der kinos? warum? personal, dass einem sagen kann, ob man/frau mit der "badge" auch in die vorstellung hineinkommt? ha! das wäre ja zu einfach. anstellen und abgewiesen werden ist das motto.
natürlich sind auch die öffentlichen verkehrsmittel ob der 61. auflagen der filmfestspiele vollkommen überrascht (ähnlich den österreichischen autofahreren beim ersten schneefall). der letzte bus fährt gegen 21 uhr, die vorstellungen gehen bis mitternacht... shuttleservice zu den kinos? wo kämen wir denn dahin?
aber ich werde wieder hinfahren. vielleicht regent es dann weniger und ich schafe es irgendwie in den festivalpalast hinein...
herrtrema - 18. Mai, 10:48
