mein wunderbarer waschsalon
der wiedereinstieg in das echte studentenleben bringt so manche schon vergessen geglaubte "annehmlichkeiten" zu tage. wie beispielsweise das waschen der kleidung. obwohl studenten eher einen, sagen wir einmal charmanten, umgang mit kleidung haben, wird dennoch ab und zu gewaschen. das sieht dann so aus, dass sich 900 studenten und studentinnen drei (sic!) waschmaschinen teilen, die zuweilen nur mit 66% wahrscheinlichkeit funktionieren. wer aber angesichts dieser tatsachen unendlich lange schlangen erwartet, liegt falsch. interessanterweise hält sich die wartezeit in grenzen. das liegt möglicherweise daran, dass so gut wie alle französischen studenten und studentinnen am wochenende nach hause zu mama und papa fahren und dort (wohl von der mama) gewaschen wird. dadruch entgeht ihnen ein ein- bis zweistündiger aufenthalt im waschsalon der residence, was - an und für sich - ein wunderbares erlebnis ist: man sitzt hinter vergitterten fenstern, die luft duftet nach allerlei (günstigen) waschmittel und man lauscht dem rhythmischen rauschen der waschmaschinen.
herrtrema - 13. Mär, 09:31
