weibliche pornographie
unlängst hatte ich eine kleine diskussion, weibliche pornographie betreffend. als beispiel für einen weiblichen porno führte ich dirty dancing an. diese idee stammt zwar nicht von mir - sondern einer frau - findet aber grossen gefallen bei mir. und das aus vielerlei gründen.
da ist zunächst mal die seichte handlung, welche zwar pornos für männer um längen übertrifft, aber dennoch nicht wirklich oscar verdächtig ist.
bei männlichen männlichen pronos findet immer eine art ersatzhandlung statt, wo man(n) im geiste sex mit allerlei frauen hat und gleichzeitig ein verbotenener beigeschmack vorhanden ist. bei dirty dancing verhält es sich ähnlich: die ersatzhandlung ist die "verbotene" liebesgeschichte mit sexueller konnotation: dirty dancing eben. wobei die angedeutete sexualität einen zentralen unterschied zu männlicher pornographie ausmacht: es wird nicht vollzogen, sondern frau bekommt futter für die vorstellung sexueller handlungen.
eine weitere komponente stellt die verwandlung der hauptperson dar: bei männlichen pornos wird oft auf die verwandlung einer unschuldigen/unerfahrenen person zurückgegriffen, die sich im laufe der "geschichte" durch allerlei abenteuer zum "richtigen" mann entwickelt. auch hier gibt es eine bemerkenswerte parallele zu dirty dancing: "baby" wird im verlauf des filmes zur "frau", was sich nicht zuletzt an der kleidung widerspiegelt: vom braven kleid hin zum körperbetonten, bauchfreien top.
aber es gibt einen fundamentalen unterschied von dirty dancing zu männlicher pornographie: das ende. bei dirty dancing trägt der prinz ("my baby belongs to me") die prinzessin aus dem film in die gemeinsame zukunft. männliche pronos haben in diesem sinne kein happy ending, sondern enden "einfach" ohne umschweife.
da ist zunächst mal die seichte handlung, welche zwar pornos für männer um längen übertrifft, aber dennoch nicht wirklich oscar verdächtig ist.
bei männlichen männlichen pronos findet immer eine art ersatzhandlung statt, wo man(n) im geiste sex mit allerlei frauen hat und gleichzeitig ein verbotenener beigeschmack vorhanden ist. bei dirty dancing verhält es sich ähnlich: die ersatzhandlung ist die "verbotene" liebesgeschichte mit sexueller konnotation: dirty dancing eben. wobei die angedeutete sexualität einen zentralen unterschied zu männlicher pornographie ausmacht: es wird nicht vollzogen, sondern frau bekommt futter für die vorstellung sexueller handlungen.
eine weitere komponente stellt die verwandlung der hauptperson dar: bei männlichen pornos wird oft auf die verwandlung einer unschuldigen/unerfahrenen person zurückgegriffen, die sich im laufe der "geschichte" durch allerlei abenteuer zum "richtigen" mann entwickelt. auch hier gibt es eine bemerkenswerte parallele zu dirty dancing: "baby" wird im verlauf des filmes zur "frau", was sich nicht zuletzt an der kleidung widerspiegelt: vom braven kleid hin zum körperbetonten, bauchfreien top.
aber es gibt einen fundamentalen unterschied von dirty dancing zu männlicher pornographie: das ende. bei dirty dancing trägt der prinz ("my baby belongs to me") die prinzessin aus dem film in die gemeinsame zukunft. männliche pronos haben in diesem sinne kein happy ending, sondern enden "einfach" ohne umschweife.
herrtrema - 4. Mai, 09:28
nönö (Gast) - 4. Mai, 15:10
ps
und... die szene, an die ich dachte, als ich dir vor einigen jahren meine gedanken zum weiblichen prono dargetlegt habe, wäre eher diese hier:
wohlgemerkt: sie verführt. sie ist aktiv. die vermeintliche jungfer... wenn an dem film sicher gender-mäßig einiges zu bekritteln wäre, so sind hier die klassischen geschlechtervorstellungen umgedreht.
wohlgemerkt: sie verführt. sie ist aktiv. die vermeintliche jungfer... wenn an dem film sicher gender-mäßig einiges zu bekritteln wäre, so sind hier die klassischen geschlechtervorstellungen umgedreht.
herrtrema - 5. Mai, 17:56
ja, danke! in meiner unterkunft musste ich leider aus technischen gründen auf der erste video zurückgreifen, dass ich finden konnte. das ist schon viel besser :-).
herrtrema - 5. Mai, 19:24
noch eine kleiner nachsatz zu pornographie: unter http://www.jungsheft.de/ findet frau ein "pornoheft" von frauen für frauen.

was sex mit nichtangebrachten typen angeht: es erscheint mir ein wenig zu kurz gegriffen, das allein als weibliche pornographie zu sehen. wenn es so wäre, könnte das männliche porno prinzip 1:1 übernommen werden: platter sex mit einer partnerin, mit man(n) nie im leben sex haben würde (aus welchen gründen auch immer). und sowas könnte man recht einfach in filme verwandeln - und das wurde bereits mit wenig erfolg probiert.
was handlungen angeht, so hat einmal umberto eco in einem seiner für den espresso erschienenen streichholzbriefchen einen porno so definiert:...er (amn. der zuschauer) würde es gar nicht aushalten, anderthalb stunden lang unerhörte szenen (anm. autofahrten, busfahrten, dialoge, etc. - also eine "handlung", eine "tote zeit" im porno) zu sehen. darum sind tote zeiten unverzichtbar... wenn die protagonisten des films länger brauchen, um sich von a nach b zu begeben, als man es sehen möchte, dann handelt es sich um einen pornofilm.
hach! da kehre ich meine weibliche seite heraus und was ist? jetzt bin ich nicht mehr männlich genug und habe plötzlich heiratsambitionen... hätte ich mir nicht gedacht.