Sonntag, 6. April 2008

karibische klänge

das studentische komitee ist nach wie vor sehr umtriebig. diesmal wurde ein karibischer abend organisiert. im gegensatz zum orientalischen abend wurde diesmal beinahe pünktlich angefangen und es gab auch genug essen für alle. wer nun ob des mottos an kreolische gaumenfreuden gedacht hatte, wurde leider enttäuscht: es gab das übliche mensa "essen" und alkohol war bei der feier auch untersagt. was allerdings einige nicht davon abhielt - verbotener weise - alkohol und auch andere illegale substanzen zu konsumieren. mit interessanten folgen: einer fühlte sich offenbar wie ein flugzeug und "flog" immer wieder durch die tanzende menge...
wobei es einem die "djs" nicht sehr leicht machten, was das tanzen anging: zu dr. alban (sic!) wurde die eine oder andere bravo hits (8?, 9?) in den cd player geworfen... echte musik aus der karibik eben.

Mittwoch, 2. April 2008

die tücken des landlebens

misthäufen sind einen heimtückische angelegenheit. eigentlich will man/frau diese immer aus dem blickfeld der sommergäste rücken und sozusagen das landleben ohne landluft präsentieren. das funktioniert leider nicht immer und manchmal ist so ein misthaufen eine regelrechte falle. besonders für kinder, welche die gefahren eines solchen nicht kennen...
und wie es sich für eine geschichte vom land gehört, sind auch in dieser katzen involviert. diesmal allerdings sehr lebendige. diese wollen sich von den kindern nicht immer streicheln lassen. sobald sich ein kind nähert (miez, miez, miez,...) wird einfach davongelaufen. allerdings verstecken sich die katzen nicht, sondern locken die ahnungslosen kinder - sie ahnen es schon - zum misthaufen. dort wird von den katzen halt gemacht um sicherzustellen, dass das opfer auch wirklich folgt. nachdem die katze beinahe in greifweite ist (miez, miez, miez,...) wird dann die flucht über den misthaufen angetreten. der ist im sommer von einer kruste überzogen, welches das gewicht einer katze problemlos trägt. allerdings nicht das gewicht eines kindes. und so kam es desöfteren vor, dass man eine katze am misthaufen sah (möglicherweise grinsend) und ein kind, welches bis zum bauch in der scheisse steckte.

Sonntag, 30. März 2008

die gockelmörderin

eine zugfahrt ist eine lustige angelegenheit. da hat man/fau zeit geschichten aus der kindheit zu erzählen. in meinem fall hat das immer mit bauernhof, landleben im allgemeinen, und seltsamerweise immer wieder mit toten katzen oder sonstigen toten tieren zu tun...
nun gut, zur gockelmörderin. bei der gockelmörderin handelte es sich um die kuh milka. diese war im gegensatz zur der aus dem fernsehen bekannten namensvetterin nicht lila, sondern gehörte zur rasse des fleckviehs und war milchkaffebraun. und sie war meine lieblingskuh. ja, als bauernbub hat man eine lieblingskuh, andere kinder haben einen lieblingsteddy, ich hatte eine 800 kg schwere lieblingskuh zum spielen.
und meine lieblingskuh hatte auch eine dunkle seite. diese offenbarte sich eines tages, als meine mutter in der früh unter dem bauch derselbigen den platten kadaver unseres gockels vorfand. nun taten sich fragen auf: wie konnte der gockel unter die kuh geraten?
erlitt der gockel einen herzanfall und fiel unglücklich von der über den kühen angebrachten stange und kam just in dem moment zu liegen, als sich milka (müde nach einem harten tag auf der weide) hinlegen wollte? oder hatte sich der gockel gar in selbstmörderischer absicht unter die kuh geworfen?
wir konnten die umstände des todes nie vollständig aufklären und milka konnte nichts definitves nachgewiesen werden... als einige jahre später eine katze auf ähnliche art und weise ihr leben lies, kam der verdacht auf, dass sich des nächtens eine kuhgang im stall herumtrieb und ihre opfer - im wortsinne - platt machte.

Donnerstag, 27. März 2008

zu früh gefreut

als gelernter ösi müsste man/frau es ja eigentlich wissen: ein fussballspiel hat 90 minuten und noch ein paar dazu. nachdem die euro naht, wird vorher eifrig das fussballspielen geübt. das tat die rot-weiss-rote auswahl gestern gegen die auswahl aus den niederlanden. und tatsächlich: die österreichische équipe übte die ersten 35 minuten besonders erfolgreich und schoss gleich drei tore. das zu meiner freunde und zum leidwesen der mitstudentinnen aus den niederlanden. man/frau konnte sich schon beinahe als kommender europameister wähnen...
aber nachdem die österreicher als gute gastgeber bekannt sind, wollten sie den niederländern auch eine freude bereiten. und das gastgeschenk wurde dann auch in form von vier toren den oranies überreicht. mir ist ob soviel gastfreundschaft ein wenig das gesicht eingeschlafen, zwei tore hätten ja schließlich auch gereicht... aber dafür freuten sich meine niederländischen mitstudentinnen umso mehr.

Dienstag, 25. März 2008

Der Gendarm von St. Tropez

Beim Herumstöbern auf Youtube bin ich über Le gendarme de Saint-Tropez gestolpert. Herrlich! Louis de Funès in Bestform. Das motiviert, um das eine oder andere Wochenende in St. Tropez zu verbringen. Die Badehose ist bereits gekauft (obwohl, wenn ich dem filmischen Vorbild folgen sollte, nur bedingt notwendig ;-)) und den Strand werde ich wohl auch finden. Fehlt nur mehr BB. Aber dazu bin ich wohl 40 Jahre zu spät dran...

Mittwoch, 19. März 2008

ich bin behinderter als sie

in den bussen in nizza regiert das gesetz des "dschungels". da wird gedrängt und man muss sich in der rush-hour auf körperkontakt einstellen. besonders ältere menschen haben sich offenbar sehr gut auf diese chaotischen zustände eingestellt. mit der krücke bahnt sich so manche ältere dame weg durch die jugendliche masse im bus. und auch vor jüngeren altersgenossinen in der kategorie 70+ wird kein halt gemacht: "stehen sie bitte auf! ich bin älter und behinderter als sie!". das bekam eine ca. 70jährige dame zu hören, als eine ca. 80jährige ihren platz haben wollte. es gab ein kurzes wortgefecht und die 70jährige musste ihren zuvor (wahrscheinlich gegen eine 60jährige) hart erkämpften platz wieder räumen...

Freitag, 14. März 2008

eine orientalische nacht

studenten sind eine sehr unternehmungslustige gruppe. leider steht das oft im widerspruch zu den organisatorischen fähigkeiten selbiger, wenn ein besonderer abend organisiert werden will. in meiner résidence gab es nun eine soirée orientale. zunächst gab es - gegen voranmeldung - couscous. dieser kelch zog an mir vorüber, da ich zur selben zeit meinen französisch kurs besuchte, damit ich irgendwann die franzosen verstehen kann... oder auch nicht.
nach speiss und trank wurde vom speisesaal in den fernsehraum übersiedelt, wo der zweite teil des abends über die bühne gehen sollte. allgemein wurde angenommen, dass es wohl eine art tanzvorführung geben würde. nun ja, nach zwei stunden warten (zwischenzeitlich wurde die nächste tankstelle aufgesucht, um sich mit drei flaschen "besten" französischen wein einzudecken) wurde der fernsehraum der öffentlichkeit zugänglich gemacht. wer nun ob der wartezeit eine vorführung erwartete bekam einmal gar nichts zu sehen. bzw. zwei boxen und drei djs und ein paar ballons, die wohl eine art dekoration darstellen sollten.
was tun? genau, warten. wobei die warterei frappant an schulschikurse und dergleichen erinnerte: in der mitte des raumes schwangen ein paar verwegene marrokaner die hüften, ein slovake versuchte durch eine art polka darbietung die massen zum tanzen zu animieren, kurzum: alles vergebens. keine(r) wagte den ersten (tanz-)schritt. als nun die mädels den mitteleuropäerinnen den bauchtanz näherzubringen anfingen, kam sozusagen leben in die gesellschaft. es bildeten sich kleine grüppchen, wo unter fachkundiger anleitung deutschen damen der richtige hüftschwung beigebracht wurde. was taten die burschen? sie holten sich ebenfalls tipps, wie denn der zur musik (geschmäcker sind verschieden, es sei mir verziehen: für meine ohren klang es ein wenig nach "libanon-pop") korrekt getanzt wird. im gegensatz zu den komplexen bewegungen der damen, haben die burschen die aufgabe, die damen anzufeuern. dabei müssen - ganz wichtig - die hände seitlich weggestreckt werden, mit den füssen muss rhythmisch auf den boden gestampft werden, und die hüfte muss minimale bewegungen ausführen. praktischerweise kann man(n) das anfeuern auch zum antanzen "verwenden", was aber von den damen im allgemeinen nicht übel genommen wird, sondern eher willkommen zu sein scheint.

nachsatz: nach soviel "orientalischer" bewegung wurde den "orientalen" (wenn mich meine erinnerung nicht im stich lässt: marrokanerinnen, türkinnen, griechinnen, rasta-man (kleiner insider), libanesinnen) zwischenzeitlich auch noch die grundschritte des walzers (einszweidrei, einszweidrei, einszweidrei,...) und ein teil der hochzeitspolka gezeigt. alle fanden es "interessant", wandten sich nach der "lektion" jedoch flugs wieder dem bauchtanz zu...

Donnerstag, 13. März 2008

mein wunderbarer waschsalon

der wiedereinstieg in das echte studentenleben bringt so manche schon vergessen geglaubte "annehmlichkeiten" zu tage. wie beispielsweise das waschen der kleidung. obwohl studenten eher einen, sagen wir einmal charmanten, umgang mit kleidung haben, wird dennoch ab und zu gewaschen. das sieht dann so aus, dass sich 900 studenten und studentinnen drei (sic!) waschmaschinen teilen, die zuweilen nur mit 66% wahrscheinlichkeit funktionieren. wer aber angesichts dieser tatsachen unendlich lange schlangen erwartet, liegt falsch. interessanterweise hält sich die wartezeit in grenzen. das liegt möglicherweise daran, dass so gut wie alle französischen studenten und studentinnen am wochenende nach hause zu mama und papa fahren und dort (wohl von der mama) gewaschen wird. dadruch entgeht ihnen ein ein- bis zweistündiger aufenthalt im waschsalon der residence, was - an und für sich - ein wunderbares erlebnis ist: man sitzt hinter vergitterten fenstern, die luft duftet nach allerlei (günstigen) waschmittel und man lauscht dem rhythmischen rauschen der waschmaschinen.

Dienstag, 11. März 2008

träume an der küste

wenn man/frau nur ausreichend geld hätte.wie oft denkt man/frau sich das. besonders, wenn es um unterkünfte in fremden städten geht, die besucht werden wollen. da wird vorher im web gesurft um die passende bleibe zu finden. und wenn man/frau nichts besseres zun tun hat, wird spasseshalber nach villen gesucht. und die werden auch gefunden. leider fehlt es zumeist am geld, um sich solche unterkünfte leisten zu können.
wie beispielsweise diese hier:

Pool1

abends ist ja alles viel schöner:

Pool2

und in der küche kann man/frau sicherlich vorzüglich den einen oder anderen white russian mixen:

Kitchen1

Montag, 10. März 2008

sonntag nachmittag blues

sonntage sind nicht immer nett. manchmal kommt man/frau ins grübeln. dann geht es gleich um gott und die (eigene) welt: was habe ich bisher zusammengebracht, was werde ich tun, kann ich das überhaupt schaffen, usw.
natürlich wird bei dieser gelegenheit auch über gescheiterte beziehungen nachgedacht. fragen, wie beispielsweise was ist denn eigentlich schiefgegangen, war er/sie der/die richtige und was habe ich daraus gelernt, etc. werden im monolog zwar nicht beantwortet, aber... - ja was eigentlich?
und das führt zuweilen in einen kleinen strudel, der einen ein wenig hinunterzieht. was tun? nunja, dinge wie wohnung putzen, dvd schauen, internet surfen (genau, man/frau "stalkt" ein wenig auf den blogs der verflossenen herum und fragt sich, wie es denn ihr/ihm geht) sind nicht ganz zufriedenstellend. und zu allen überfluss ist der wettergott nicht gnädig und es regnet.
ein kleiner trostspender ist in solchen situationen die pinguin spezialeinheit aus madagascar. die haben für alle probleme eine lösung (kovalski ! give me options!):

herr trema

sucht das glück

Herr Trema

Lebt temporär in NIzza und macht dort eine Art Sabbatical. Schreibt ansonsten an seiner Dissertation und versucht zu Wissenschafter zu werden (ist ja noch nie einer vom Himmel gefallen). Treibt in seiner Freizeit recht viel Sport (Taekwondo, Laufen, Surfen, Schwimmen) und liest auch noch gerne Bücher. Theater- und Kinobesuche sind ebenso eine willkommene Freizeitbeschäftigung. Möchte auf die Frage: "Wann bist Du denn mit deiner Diss fertig?" mit "Gestern" antworten.

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