eine orientalische nacht
studenten sind eine sehr unternehmungslustige gruppe. leider steht das oft im widerspruch zu den organisatorischen fähigkeiten selbiger, wenn ein besonderer abend organisiert werden will. in meiner résidence gab es nun eine soirée orientale. zunächst gab es - gegen voranmeldung - couscous. dieser kelch zog an mir vorüber, da ich zur selben zeit meinen französisch kurs besuchte, damit ich irgendwann die franzosen verstehen kann... oder auch nicht.
nach speiss und trank wurde vom speisesaal in den fernsehraum übersiedelt, wo der zweite teil des abends über die bühne gehen sollte. allgemein wurde angenommen, dass es wohl eine art tanzvorführung geben würde. nun ja, nach zwei stunden warten (zwischenzeitlich wurde die nächste tankstelle aufgesucht, um sich mit drei flaschen "besten" französischen wein einzudecken) wurde der fernsehraum der öffentlichkeit zugänglich gemacht. wer nun ob der wartezeit eine vorführung erwartete bekam einmal gar nichts zu sehen. bzw. zwei boxen und drei djs und ein paar ballons, die wohl eine art dekoration darstellen sollten.
was tun? genau, warten. wobei die warterei frappant an schulschikurse und dergleichen erinnerte: in der mitte des raumes schwangen ein paar verwegene marrokaner die hüften, ein slovake versuchte durch eine art polka darbietung die massen zum tanzen zu animieren, kurzum: alles vergebens. keine(r) wagte den ersten (tanz-)schritt. als nun die mädels den mitteleuropäerinnen den bauchtanz näherzubringen anfingen, kam sozusagen leben in die gesellschaft. es bildeten sich kleine grüppchen, wo unter fachkundiger anleitung deutschen damen der richtige hüftschwung beigebracht wurde. was taten die burschen? sie holten sich ebenfalls tipps, wie denn der zur musik (geschmäcker sind verschieden, es sei mir verziehen: für meine ohren klang es ein wenig nach "libanon-pop") korrekt getanzt wird. im gegensatz zu den komplexen bewegungen der damen, haben die burschen die aufgabe, die damen anzufeuern. dabei müssen - ganz wichtig - die hände seitlich weggestreckt werden, mit den füssen muss rhythmisch auf den boden gestampft werden, und die hüfte muss minimale bewegungen ausführen. praktischerweise kann man(n) das anfeuern auch zum antanzen "verwenden", was aber von den damen im allgemeinen nicht übel genommen wird, sondern eher willkommen zu sein scheint.
nachsatz: nach soviel "orientalischer" bewegung wurde den "orientalen" (wenn mich meine erinnerung nicht im stich lässt: marrokanerinnen, türkinnen, griechinnen, rasta-man (kleiner insider), libanesinnen) zwischenzeitlich auch noch die grundschritte des walzers (einszweidrei, einszweidrei, einszweidrei,...) und ein teil der hochzeitspolka gezeigt. alle fanden es "interessant", wandten sich nach der "lektion" jedoch flugs wieder dem bauchtanz zu...
nach speiss und trank wurde vom speisesaal in den fernsehraum übersiedelt, wo der zweite teil des abends über die bühne gehen sollte. allgemein wurde angenommen, dass es wohl eine art tanzvorführung geben würde. nun ja, nach zwei stunden warten (zwischenzeitlich wurde die nächste tankstelle aufgesucht, um sich mit drei flaschen "besten" französischen wein einzudecken) wurde der fernsehraum der öffentlichkeit zugänglich gemacht. wer nun ob der wartezeit eine vorführung erwartete bekam einmal gar nichts zu sehen. bzw. zwei boxen und drei djs und ein paar ballons, die wohl eine art dekoration darstellen sollten.
was tun? genau, warten. wobei die warterei frappant an schulschikurse und dergleichen erinnerte: in der mitte des raumes schwangen ein paar verwegene marrokaner die hüften, ein slovake versuchte durch eine art polka darbietung die massen zum tanzen zu animieren, kurzum: alles vergebens. keine(r) wagte den ersten (tanz-)schritt. als nun die mädels den mitteleuropäerinnen den bauchtanz näherzubringen anfingen, kam sozusagen leben in die gesellschaft. es bildeten sich kleine grüppchen, wo unter fachkundiger anleitung deutschen damen der richtige hüftschwung beigebracht wurde. was taten die burschen? sie holten sich ebenfalls tipps, wie denn der zur musik (geschmäcker sind verschieden, es sei mir verziehen: für meine ohren klang es ein wenig nach "libanon-pop") korrekt getanzt wird. im gegensatz zu den komplexen bewegungen der damen, haben die burschen die aufgabe, die damen anzufeuern. dabei müssen - ganz wichtig - die hände seitlich weggestreckt werden, mit den füssen muss rhythmisch auf den boden gestampft werden, und die hüfte muss minimale bewegungen ausführen. praktischerweise kann man(n) das anfeuern auch zum antanzen "verwenden", was aber von den damen im allgemeinen nicht übel genommen wird, sondern eher willkommen zu sein scheint.
nachsatz: nach soviel "orientalischer" bewegung wurde den "orientalen" (wenn mich meine erinnerung nicht im stich lässt: marrokanerinnen, türkinnen, griechinnen, rasta-man (kleiner insider), libanesinnen) zwischenzeitlich auch noch die grundschritte des walzers (einszweidrei, einszweidrei, einszweidrei,...) und ein teil der hochzeitspolka gezeigt. alle fanden es "interessant", wandten sich nach der "lektion" jedoch flugs wieder dem bauchtanz zu...
herrtrema - 14. Mär, 20:11
