ein marathon ist eine recht anstrengende angelenheit. da läuft man/frau 42195 meter und fühlt sich im ziel gleich um 15 jahre älter (mir ging es zumindest so). und fragt sich, was das ganze eigentlich soll. in zeiten von öffentlichen verkehrsmittel kann man/frau ja dieselbe strecke auch bequemer (und wesentlich trockener) zurücklegen... aber egal, kaum ist die erste müdigkeit mit einem bier im ziel besiegt, wird schon an den nächsten gedacht. ja, ein marathon macht süchtig. das hört man/frau von vielen, die einen geschafft haben, und anschließend daran denken, was denn beim nächsten mal besser werden kann. die strapazen (für einige waren es richtige qualen) werden schnellstens vergessen und im zielgespräch mit läufer-kolleginnen wird bereits der plan für den nächsten marathon in groben zügen festgelegt.
natürlich habe ich auch schon meinen nächsten marathon ins auge gefasst. und der nächste london marathon ist ebenfalls schon auf der liste ;-).
ps: ich dachte eigentlich nie, dass ich mit "lauf du sau" meinen inneren schweinehund überwinden könnte. aber man lernt ja nie aus...
man/frau kann sich seine roomies nicht immer aussuchen. in meinem fall ist es ein ex-bnd (bundes nachrichten dienst) mitarbeiter. namen darf ich natürlich keinen nennen, denn wer weiss, was mir sonst passiert... obwohl: wenn einer mit stolz verkündet, dass er für einen nachrichtendienst gearbeitet hat, der war vielleicht nie dabei. andererseits könnte das *genau* der bluff sein, denn man/frau glaubt ja immer, dass geheimagenten immer geheim sein müssen und deswegen sich nie zu erkennen geben dürfen. es sei denn, sie sind aufgeflogen und dann ist ja eh alles egal... es ist also ein sehr verzwickte sache. aber immerhin fühle ich mich sehr beschützt vom bnd ;-).
London calling to the faraway towns
Now that war is declared-and battle come down
London calling to the underworld
Come out of the cupboard, all you boys and girls
London calling, now don't look at us
All that phoney beatlemania has bitten the dust
London calling, see we aint got no swing
cept for the ring of that truncheon thing
Chorus
The ice age is coming, the sun is zooming in
Engines stop running and the wheat is growing thin
A nuclear error, but I have no fear
London is drowning-and I live by the river
London calling to the imitation zone
Forget it, brother, an go it alone
London calling upon the zombies of death
Quit holding out-and draw another breath
London calling-and I dont wanna shout
But when we were talking-i saw you nodding out
London calling, see we aint got no highs
Except for that one with the yellowy eyes
Chorus
Now get this
London calling, yeah, I was there, too
An you know what they said? well, some of it was true!
London calling at the top of the dial
After all this, wont you give me a smile?
I never felt so much a like
nun ja, mich ruft die grosse stadt ebenfalls. und ich folge ihren ruf für die kommenden drei tage um meinen ersten marathon zu laufen. the clash ist schon in digitaler form am ipod vorhanden und pusht mich dann hoffentlich über die zielline.
das studentische komitee ist nach wie vor sehr umtriebig. diesmal wurde ein karibischer abend organisiert. im gegensatz zum orientalischen abend wurde diesmal beinahe pünktlich angefangen und es gab auch genug essen für alle. wer nun ob des mottos an kreolische gaumenfreuden gedacht hatte, wurde leider enttäuscht: es gab das übliche mensa "essen" und alkohol war bei der feier auch untersagt. was allerdings einige nicht davon abhielt - verbotener weise - alkohol und auch andere illegale substanzen zu konsumieren. mit interessanten folgen: einer fühlte sich offenbar wie ein flugzeug und "flog" immer wieder durch die tanzende menge...
wobei es einem die "djs" nicht sehr leicht machten, was das tanzen anging: zu dr. alban (sic!) wurde die eine oder andere bravo hits (8?, 9?) in den cd player geworfen... echte musik aus der karibik eben.
misthäufen sind einen heimtückische angelegenheit. eigentlich will man/frau diese immer aus dem blickfeld der sommergäste rücken und sozusagen das landleben ohne landluft präsentieren. das funktioniert leider nicht immer und manchmal ist so ein misthaufen eine regelrechte falle. besonders für kinder, welche die gefahren eines solchen nicht kennen...
und wie es sich für eine geschichte vom land gehört, sind auch in dieser katzen involviert. diesmal allerdings sehr lebendige. diese wollen sich von den kindern nicht immer streicheln lassen. sobald sich ein kind nähert (miez, miez, miez,...) wird einfach davongelaufen. allerdings verstecken sich die katzen nicht, sondern locken die ahnungslosen kinder - sie ahnen es schon - zum misthaufen. dort wird von den katzen halt gemacht um sicherzustellen, dass das opfer auch wirklich folgt. nachdem die katze beinahe in greifweite ist (miez, miez, miez,...) wird dann die flucht über den misthaufen angetreten. der ist im sommer von einer kruste überzogen, welches das gewicht einer katze problemlos trägt. allerdings nicht das gewicht eines kindes. und so kam es desöfteren vor, dass man eine katze am misthaufen sah (möglicherweise grinsend) und ein kind, welches bis zum bauch in der scheisse steckte.
eine zugfahrt ist eine lustige angelegenheit. da hat man/fau zeit geschichten aus der kindheit zu erzählen. in meinem fall hat das immer mit bauernhof, landleben im allgemeinen, und seltsamerweise immer wieder mit toten katzen oder sonstigen toten tieren zu tun...
nun gut, zur gockelmörderin. bei der gockelmörderin handelte es sich um die kuh milka. diese war im gegensatz zur der aus dem fernsehen bekannten namensvetterin nicht lila, sondern gehörte zur rasse des fleckviehs und war milchkaffebraun. und sie war meine lieblingskuh. ja, als bauernbub hat man eine lieblingskuh, andere kinder haben einen lieblingsteddy, ich hatte eine 800 kg schwere lieblingskuh zum spielen.
und meine lieblingskuh hatte auch eine dunkle seite. diese offenbarte sich eines tages, als meine mutter in der früh unter dem bauch derselbigen den platten kadaver unseres gockels vorfand. nun taten sich fragen auf: wie konnte der gockel unter die kuh geraten?
erlitt der gockel einen herzanfall und fiel unglücklich von der über den kühen angebrachten stange und kam just in dem moment zu liegen, als sich milka (müde nach einem harten tag auf der weide) hinlegen wollte? oder hatte sich der gockel gar in selbstmörderischer absicht unter die kuh geworfen?
wir konnten die umstände des todes nie vollständig aufklären und milka konnte nichts definitves nachgewiesen werden... als einige jahre später eine katze auf ähnliche art und weise ihr leben lies, kam der verdacht auf, dass sich des nächtens eine kuhgang im stall herumtrieb und ihre opfer - im wortsinne - platt machte.
als gelernter ösi müsste man/frau es ja eigentlich wissen: ein fussballspiel hat 90 minuten und noch ein paar dazu. nachdem die euro naht, wird vorher eifrig das fussballspielen geübt. das tat die rot-weiss-rote auswahl gestern gegen die auswahl aus den niederlanden. und tatsächlich: die österreichische équipe übte die ersten 35 minuten besonders erfolgreich und schoss gleich drei tore. das zu meiner freunde und zum leidwesen der mitstudentinnen aus den niederlanden. man/frau konnte sich schon beinahe als kommender europameister wähnen...
aber nachdem die österreicher als gute gastgeber bekannt sind, wollten sie den niederländern auch eine freude bereiten. und das gastgeschenk wurde dann auch in form von vier toren den oranies überreicht. mir ist ob soviel gastfreundschaft ein wenig das gesicht eingeschlafen, zwei tore hätten ja schließlich auch gereicht... aber dafür freuten sich meine niederländischen mitstudentinnen umso mehr.
Beim Herumstöbern auf Youtube bin ich über Le gendarme de Saint-Tropez gestolpert. Herrlich! Louis de Funès in Bestform. Das motiviert, um das eine oder andere Wochenende in St. Tropez zu verbringen. Die Badehose ist bereits gekauft (obwohl, wenn ich dem filmischen Vorbild folgen sollte, nur bedingt notwendig ;-)) und den Strand werde ich wohl auch finden. Fehlt nur mehr BB. Aber dazu bin ich wohl 40 Jahre zu spät dran...
in den bussen in nizza regiert das gesetz des "dschungels". da wird gedrängt und man muss sich in der rush-hour auf körperkontakt einstellen. besonders ältere menschen haben sich offenbar sehr gut auf diese chaotischen zustände eingestellt. mit der krücke bahnt sich so manche ältere dame weg durch die jugendliche masse im bus. und auch vor jüngeren altersgenossinen in der kategorie 70+ wird kein halt gemacht: "stehen sie bitte auf! ich bin älter und behinderter als sie!". das bekam eine ca. 70jährige dame zu hören, als eine ca. 80jährige ihren platz haben wollte. es gab ein kurzes wortgefecht und die 70jährige musste ihren zuvor (wahrscheinlich gegen eine 60jährige) hart erkämpften platz wieder räumen...
studenten sind eine sehr unternehmungslustige gruppe. leider steht das oft im widerspruch zu den organisatorischen fähigkeiten selbiger, wenn ein besonderer abend organisiert werden will. in meiner résidence gab es nun eine soirée orientale. zunächst gab es - gegen voranmeldung - couscous. dieser kelch zog an mir vorüber, da ich zur selben zeit meinen französisch kurs besuchte, damit ich irgendwann die franzosen verstehen kann... oder auch nicht.
nach speiss und trank wurde vom speisesaal in den fernsehraum übersiedelt, wo der zweite teil des abends über die bühne gehen sollte. allgemein wurde angenommen, dass es wohl eine art tanzvorführung geben würde. nun ja, nach zwei stunden warten (zwischenzeitlich wurde die nächste tankstelle aufgesucht, um sich mit drei flaschen "besten" französischen wein einzudecken) wurde der fernsehraum der öffentlichkeit zugänglich gemacht. wer nun ob der wartezeit eine vorführung erwartete bekam einmal gar nichts zu sehen. bzw. zwei boxen und drei djs und ein paar ballons, die wohl eine art dekoration darstellen sollten.
was tun? genau, warten. wobei die warterei frappant an schulschikurse und dergleichen erinnerte: in der mitte des raumes schwangen ein paar verwegene marrokaner die hüften, ein slovake versuchte durch eine art polka darbietung die massen zum tanzen zu animieren, kurzum: alles vergebens. keine(r) wagte den ersten (tanz-)schritt. als nun die mädels den mitteleuropäerinnen den bauchtanz näherzubringen anfingen, kam sozusagen leben in die gesellschaft. es bildeten sich kleine grüppchen, wo unter fachkundiger anleitung deutschen damen der richtige hüftschwung beigebracht wurde. was taten die burschen? sie holten sich ebenfalls tipps, wie denn der zur musik (geschmäcker sind verschieden, es sei mir verziehen: für meine ohren klang es ein wenig nach "libanon-pop") korrekt getanzt wird. im gegensatz zu den komplexen bewegungen der damen, haben die burschen die aufgabe, die damen anzufeuern. dabei müssen - ganz wichtig - die hände seitlich weggestreckt werden, mit den füssen muss rhythmisch auf den boden gestampft werden, und die hüfte muss minimale bewegungen ausführen. praktischerweise kann man(n) das anfeuern auch zum antanzen "verwenden", was aber von den damen im allgemeinen nicht übel genommen wird, sondern eher willkommen zu sein scheint.
nachsatz: nach soviel "orientalischer" bewegung wurde den "orientalen" (wenn mich meine erinnerung nicht im stich lässt: marrokanerinnen, türkinnen, griechinnen, rasta-man (kleiner insider), libanesinnen) zwischenzeitlich auch noch die grundschritte des walzers (einszweidrei, einszweidrei, einszweidrei,...) und ein teil der hochzeitspolka gezeigt. alle fanden es "interessant", wandten sich nach der "lektion" jedoch flugs wieder dem bauchtanz zu...
Lebt temporär in NIzza und macht dort eine Art Sabbatical. Schreibt ansonsten an seiner Dissertation und versucht zu Wissenschafter zu werden (ist ja noch nie einer vom Himmel gefallen).
Treibt in seiner Freizeit recht viel Sport (Taekwondo, Laufen, Surfen, Schwimmen) und liest auch noch gerne Bücher. Theater- und Kinobesuche sind ebenso eine willkommene Freizeitbeschäftigung.
Möchte auf die Frage: "Wann bist Du denn mit deiner Diss fertig?" mit "Gestern" antworten.