der wiedereinstieg in das echte studentenleben bringt so manche schon vergessen geglaubte "annehmlichkeiten" zu tage. wie beispielsweise das waschen der kleidung. obwohl studenten eher einen, sagen wir einmal charmanten, umgang mit kleidung haben, wird dennoch ab und zu gewaschen. das sieht dann so aus, dass sich 900 studenten und studentinnen drei (sic!) waschmaschinen teilen, die zuweilen nur mit 66% wahrscheinlichkeit funktionieren. wer aber angesichts dieser tatsachen unendlich lange schlangen erwartet, liegt falsch. interessanterweise hält sich die wartezeit in grenzen. das liegt möglicherweise daran, dass so gut wie alle französischen studenten und studentinnen am wochenende nach hause zu mama und papa fahren und dort (wohl von der mama) gewaschen wird. dadruch entgeht ihnen ein ein- bis zweistündiger aufenthalt im waschsalon der residence, was - an und für sich - ein wunderbares erlebnis ist: man sitzt hinter vergitterten fenstern, die luft duftet nach allerlei (günstigen) waschmittel und man lauscht dem rhythmischen rauschen der waschmaschinen.
wenn man/frau nur ausreichend geld hätte.wie oft denkt man/frau sich das. besonders, wenn es um unterkünfte in fremden städten geht, die besucht werden wollen. da wird vorher im web gesurft um die passende bleibe zu finden. und wenn man/frau nichts besseres zun tun hat, wird spasseshalber nach villen gesucht. und die werden auch gefunden. leider fehlt es zumeist am geld, um sich solche unterkünfte leisten zu können.
wie beispielsweise diese hier:
abends ist ja alles viel schöner:
und in der küche kann man/frau sicherlich vorzüglich den einen oder anderen white russian mixen:
sonntage sind nicht immer nett. manchmal kommt man/frau ins grübeln. dann geht es gleich um gott und die (eigene) welt: was habe ich bisher zusammengebracht, was werde ich tun, kann ich das überhaupt schaffen, usw.
natürlich wird bei dieser gelegenheit auch über gescheiterte beziehungen nachgedacht. fragen, wie beispielsweise was ist denn eigentlich schiefgegangen, war er/sie der/die richtige und was habe ich daraus gelernt, etc. werden im monolog zwar nicht beantwortet, aber... - ja was eigentlich?
und das führt zuweilen in einen kleinen strudel, der einen ein wenig hinunterzieht. was tun? nunja, dinge wie wohnung putzen, dvd schauen, internet surfen (genau, man/frau "stalkt" ein wenig auf den blogs der verflossenen herum und fragt sich, wie es denn ihr/ihm geht) sind nicht ganz zufriedenstellend. und zu allen überfluss ist der wettergott nicht gnädig und es regnet.
ein kleiner trostspender ist in solchen situationen die pinguin spezialeinheit aus madagascar. die haben für alle probleme eine lösung (kovalski ! give me options!):
das forscherleben ist manchmal eine mühsame angelegenheit. nachdem man erfolgreich eine idee ausgearbeitet hat, müssen (um die sinnhaftigkeit der lösung zu "beweisen") probleme gefunden werden. man/frau spricht in diesem zusammenhang von angewandter forschung. allerdings ist das problemfinden nicht ganz so trivial. denn auf die frage: zawos brauch ma des? muss erst einmal eine passende antwort - will heissen problem - gefunden werden. insbesondere wenn man/frau drittmittelfinanziert ist und dem staat die verwendung der fördermittel erklärt werden muss.
wie dem auch sei, dieser prozess der problemfindung hat sich bei mir am freitag nachmittag eingebürgert. die chefs sind (i) nicht mehr da oder (ii) mit anderen wichtigen dingen beschäftigt. das gibt den freiraum um abstruse probleme zu erfinden, die zu den forschungsergebnissen passen, bzw: zu dem von mir entwickelten programm. denn das programm muss ein problem lösen, das bisher entweder ungelöst oder nur unzufriedenstellend gelöst wurde.
und was ist nun das abstruse problem? nunja, bisher hab ich es noch nicht gefunden. allerdings habe ich bereits die lösung.
es ist ein wenig wie bei alice in wonderland:
`No, no!' said the Queen. `Sentence first--verdict afterwards.'
ich bin ja mittlerweile ernsthaft am überlegen, ob ich mein informatikerdasein aufgeben sollte und mich den gaumenfreuden widmen sollte, bzw. eigentlich eher deren zubereitung. ich hatte gestern die gelegenheit, gleich 20 leute zu bekochen. was zu meiner eigenen überraschung recht gut geklappt hat - abgesehen von ein paar kleineren unfällen im kochbereich ;-). aber sowas gehört ja auch dazu. und, das wurde von mir als besonders erheiternd empfunden, war die möglichkeit, allerlei mitstudenten und -innen zum schneiden von zig dingen einzuteilen. herrlich, da kann man sich fast als kleiner paul bocuse fühlen - oder als dessen schmalspurvariante ;-).
tja, bleibt nur mehr die beantwortung nach dem aufgetischten gericht:
nun ja, zum einen mein patentierter gemischter salat. als hauptgang farfalle mit einer vodka-champignon sauce. als nachtisch gab es schließlich danette aux fraises.
ps: ich bleibe trotzdem der informatik treu. keine bange. das sieht man schon am titel ;-).
pps: irgendwie passend: es ist ein allgemeiner fehler aufgetreten. diese fehlermeldungen lieben informatiker. es ist sozusagen der "ich weiss überhaupt nicht warum das zeugs nicht funktioniert"-fehler und dem user soll es genau so gehen wie mir als programmierer.
erwartungen werden manchmal im positiven übertroffen. es mag daran liegen, dass selbige nicht zu hoch gesteckt werden. so geschehen beim zitronenfest in menton. menton ist ein kleiner, netter ort an der côte d'azur, nahe der italienischen grenze. obwohl es hundertschaften an touristen gibt, bietet der ort eine entspannte und fast familiäre atmosphäre. das gilt auch für das eingangs erwähnte zitronenfest. normalerweise bin ich kein freund von faschings umzügen und dergleichen. aber man/frau ist ja lernfähig und offen für neue erfahrungen. und ehrlich gesagt: ich hab den umzug sehr genossen. nicht zuletzt, weil es eine hervorragende gelegenheit war, leute zu beobachten. nachdem das zitronenfest eher von der generation 70+ besucht wurde, gab es demzufolge eher die grosselterngeneration zu bestaunen. da gab es beispielsweise eine alte dame, die herumfuchtelnde und pfeifende polizisten einfach ignorierend, eine vielbefahrene strasse überquerte. die ermahnung der polizisten tat sie mit einer abschätzigen handbewegung ab. frei nach dem motto: was wollt ihr denn? ich doppelt so alt wie ihr beide zusammen. einsperren? dass ich nicht lache...
eingesperrt wurde sie natürlich nicht und mir blieb die frage, ob ich auch einmal zum (anarcho-)opa werden könnte...
man/frau kennt das ja: irgendwie will nichts so wirklich klappen und alles was angefasst wird, geht entweder erst mal gar nicht oder macht ganz blöde sachen. und dann will man/frau am liebsten den "hut drauf hauen" und einfach nach hause gehen. aber, das geht ja nicht, denn die firma/uni benötigt ja motivierte mitarbeiter, die immer feste am arbeiten sind. und wie denn die motivation aussehen kann, sieht man hier:
ps: ich habe diesen beitrag natürlich nicht während meiner arbeitszeit verfasst. wer macht das auch schon? sondern, wie es sich für motivierte mitarbeiter gehört, in meiner freizeit (mittagspause).
ein freund hat mir eine recht witzige geschichte per mail zukommen lassen, die ich nicht weiter vorenthalten will (das original findet man/frau unter http://www.craigslist.org/about/best/sea/274495936.html):
Vasectomy: $400. Speechless look on her face: priceless.
Date: 2007-02-06, 2:24PM PST
I'll try to sum up a funny story that happened a few years ago:
I got a vasectomy.
I met a girl soon afterwards. She was nice and attractive but with a selfish streak that raised a big red flag. She was 32 at the time and I could practically HEAR her biological clock ticking. Regardless, she was a good lay, easy on the eyes, and reasonably good company.
I did NOT tell her about my vasectomy and I always used a condom with her to protect against STDs. She assumed, obviously, that the condom was only used for birth control. Silly girl.
We date for a few months. I never made any move towards commitment but she brought it up ocassionally. For me, this was a casual but pleasant relationship. For her - as I was to find out - it was part of life-changing series of events that she was planning very carefully.
Four months into dating, I get the "I'm pregnant" talk. She's going on and on about how the condom must have broke and now we really need to think about getting married "for the baby". She's positively giddy. She has a baby in her and she thinks she's gonna have a good meal ticket (me) to go along with her new 7lb annuity.
At this point, I'm just as giddy. I get to pull the reverse "oops" on her. I figured that she slept with some bad boy and got knocked up. Good thing I was using condoms! Better still that I have a serious mistrust of women who can't think beyond their own uteri.
So I wait a couple of days to "think about all this." I meet her again. I say I don't want kids and that she should have an abortion. I know where this is going and sure enough it goes there. She goes completely batshit insane on me. There were the usual insults about my manhood. There were threats of legal action. It was all very ugly and I was loving every minute of it.
Well, I let her stew for a few days. She leaves me nasty messages on my phone. She sends awful emails. I'm laughing hysterically.
It was time to drop the hammer. While she was stewing I was busy. First I get a notarized copy from the urologist who performed the vasectomy. Next I get a notarized copy of the TWO test results indicating a "negative test result for sperm" to show I'm sterile and shooting blanks. Finally, I get a letter from a shark attorney stating he has seen the other documents and is prepared to litigate against this woman if she continues to communicate with me in such an unpleasant manner. Also, the letter states that we will insist on DNA testing to show that the baby is not mine. I'm ready.
I meet with this woman at her place. I bring flowers and a small bit of jewelry to show I am willing to reconcile and assume my responsibilities as a new father. I also have stuck in my pocket the documents I have prepared.
She's all giddy again. Her plan is going perfectly - or so she thinks. We talk about our future. We have some pretty good sex. Then, as I am about to walk out the door, I ask her the $64,000 question. "Are you sure that this baby is mine?"
Well, she goes batshit insane again. Hell, she ought to. Her plan could completely unravel if there is ANY question about my paternity. Oh, she's really screaming now. How dare I question her morals. Do I think she's a slut. I'm just trying to weasel out of my responsibilities... blah, blah, blah, yadda, yadda, yadda.
I'm not really mad. I'm kind of embarrassed for her. But since she won't shut up and the neighbors can hear all of this, I ask her to step back inside and sit down. She sits on the sofa and calms down a bit. She is glaring at me with all the moral self-righteousness that only a woman can muster up. She thinks she has me trapped. She is 100% convinced her plan has worked. Oh, the tangled web of lies and deceit she has wrought around herself and I am about to hack through them with a few pieces of paper.
I reach into my pocket slowly. I extract the three pieces of paper and unfold them slowly and deliberately.
I tell her simply, "You're screwed".
Her look doesn't change. There is no way she can fathom what I have prepared.
I continue. "I am sterile"
Her look changes just a bit. Something is beginning to sink in. Naturally, she reverts to women's logic. "You're full of shit. You're trapped and you know it."
I hold up the letter and the test results. "Three months before we met, I had a vasectomy. Here is a notarized letter from him stating what I had done. Here are two test results showing that I tested negative for the presence of sperm. Blanks. I am shooting blanks. That baby inside you is simply not mine."
This woman is not to be swayed by logic and clear documentation. "Bullshit, those are fakes."
I was ready for that. "No, they are real. This last piece of paper is from my attorney. It's a simple letter to you that states if you pursue any kind of legal action against me for child support that I will insist on a DNA test to prove paternity, that is, to prove that your baby is not mine."
I give the woman all the documents. She reads them slowly, deliberately. With each passing second she can feel in her soul that she has made a very bad mistake. With denial swept away, she started to cry. It's a small cry at first. Then it becomes deeper and more painful. By the time she gets to the letter from the lawyer she is sobbing.
I had no sympathy for her. I turned and walked out the door. Even after I closed the door I could still hear her sobbing.
Epilogue -
I never heard directly from this woman again. I did hear through my friends that she did indeed have the baby. I also heard that the real father was some guy in a band she had met. I assumed that after 30, women stopped going after musicians, bikers, criminals, and thugs. Silly me for thinking the best of American women.
das entspannte gefühl eines sonnigen, nicht zu warmen, sonntag nachmittags "verfolgt" mich seit einigen tagen. ich weiss nicht genau, an was es liegt, aber es scheint viel mit dem ambiente zu tun zu haben. die räumliche trennung vom arbeitgeber und sonstigen potentiellen stressfaktoren macht energien frei. im prinzip ganz im sinne eines sabbaticals: man/frau kann dingen nachgehen, die im alltag keinen oder nur sehr schwer platz finden. plötzlich ist zeit zum lesen vorhanden (kein störender internet zugang und kein permanent offenes mail programm) und kulurelle aktivitäten (opernbesuch, jazz konzerte, etc.) können mit einem male ganz einfach erledigt werden, ohne dass man/frau sich gleich gestresst fühlt. überhaupt, das phänomen des stackings (also des packens von möglichst vielen kleinen aktivitäten wie emailing, blogging, paper schreibens, meetings, präsentierens, etc.,in ganz kurze zeiträume) ist mir momentan unbekannt. und das interessante ist ja, dass trotzdem was weitergeht. nicht mehr dutzende mails pro tag schreiben zu müssen und zig context switches (dieses projekt, jenes projekt...) durchzuführen macht den kopf frei, weckt die kreativität und senkt den blutdruck.
als lektüre für solcherlei freie und auch für unfreie stunden sei "Tyranny of the Moment: Fast and Slow Time in the Information Age" empfohlen.
es gibt orte, die man/frau scheinbar besucht haben muss. monte carlo ist so einer, der besucht werden will. bekannt aus dem fernsehen (formel 1 grand prix, grace kelly, etc.), ist es interessant, wenn man/frau dann einmal tatsächlich einen fuss in das fürstentum setzt. und was passiert? einmal nix. jedenfalls mir. oder um es mit dem englischen auszudrücken: i was underwhelmed... mir erschien das ganze als unpersönliche betonwüste mit einer netten kleinen altstadt und einem wunderbaren blick über das meer. aber das war schon alles. glanz und glamour feeling wollen sich partout nicht einstellen. natürlich konnte man/frau die reichen und schönen bei der "arbeit" - sprich cruising - sehen, aber dennoch: irgendwie wollte ich monte carlo nicht und wohl umgekehrt auch.
Lebt temporär in NIzza und macht dort eine Art Sabbatical. Schreibt ansonsten an seiner Dissertation und versucht zu Wissenschafter zu werden (ist ja noch nie einer vom Himmel gefallen).
Treibt in seiner Freizeit recht viel Sport (Taekwondo, Laufen, Surfen, Schwimmen) und liest auch noch gerne Bücher. Theater- und Kinobesuche sind ebenso eine willkommene Freizeitbeschäftigung.
Möchte auf die Frage: "Wann bist Du denn mit deiner Diss fertig?" mit "Gestern" antworten.