die freunde der freundinnen
es gibt ein interessantes phänomen. nämlich die vorstellung (im doppelten wortsinn) der freunde von freundinnen. so geschehen am letzten samstag. "hallo, das ist l. mein freund. er ist für ein paar tage hier." kurzer blick in die runde: ein gemeinsamer gedanke. hm, den hätte ich mir jetzt total anders vorgestellt. obwohl vorher recht ausführlich beschrieben, konnte sich keine(r) den betreffenden so vorstellen, wie er dann tatsächlich dastand. es erhebt sich nun die frage, an was das liegt. liegt es an der beschreibung der freundin? oder anders gefragt: wird der jeweilige partner/partnerin durch die eigene perspektive verzerrt beschrieben? oder liegt es einfach an der wortwahl? jemanden bestimmte eigenschaften zu attestieren, ist ja eine sehr subjektive geschichte.
oder es ist einfach die vielzitierte rosa brille. was ja auch nicht schlecht ist. bleibt nur die hoffnung, nachdem man/frau diese abgenommen hat, dass der "klare" blick einem/einer nicht eine böse überraschung bereitet...
oder es ist einfach die vielzitierte rosa brille. was ja auch nicht schlecht ist. bleibt nur die hoffnung, nachdem man/frau diese abgenommen hat, dass der "klare" blick einem/einer nicht eine böse überraschung bereitet...
herrtrema - 11. Feb, 08:59
redali - 11. Feb, 10:28
Herr Trema, mit ihrer Betrachtungsweise ziehen sie sich und alle anderen aus der Runde aber auch ganz schön gut aus der Affäre, als ob die Schilderungen von allen natürlich nur objektiv beurteilt werden. Ich möchte darauf hinweisen, dass nicht nur die Beschreibung der anderen einen erheblichen Einfluß auf das Bild haben, dass wir von einem Gegenüber haben, sondern auch eigene Wünsche, Bedürfnisse etc. miteinfliessen. So zum Beispiel könnte das - unterbewusste? - Konkurrenzdenken eines Mannes gegenüber dem Freund einer Freundin schon automatisch zu einer abschätzigen Beurteilung führen. (Spreche da übrigens aus eigener Erfahrung)
herrtrema - 11. Feb, 15:14
da haben sie natürlich ebenso recht, verehrter redali. objektiv ist nix, bestenfalls die übereinkunft über einen schnitt subjektiver meinungen...
die sache mit dem freund der freundin war allerdings doch ein wenig "objektiver": ein, im statistischen sinne nicht ernstzunehmendes, sample von drei personen hatte dieselbe meinung - sprich: den freund hätte ich mir anders vorgestellt. allerdings wurde zugegebenermassen nicht ausdiskutiert, wie man/frau sich den freund vorgstellt hat. denn witzigerweise konnte niemand genau sagen, wie er/sie sich den freund vorgestellt hätte. nur eben "anders".
die sache mit dem freund der freundin war allerdings doch ein wenig "objektiver": ein, im statistischen sinne nicht ernstzunehmendes, sample von drei personen hatte dieselbe meinung - sprich: den freund hätte ich mir anders vorgestellt. allerdings wurde zugegebenermassen nicht ausdiskutiert, wie man/frau sich den freund vorgstellt hat. denn witzigerweise konnte niemand genau sagen, wie er/sie sich den freund vorgestellt hätte. nur eben "anders".

gedanken des literaturwissenschafters